Verkehrswende

Deutsche Umwelthilfe: Saubere Luft in unseren Städten!

Klagen gegen Autohersteller und Zulassungsbehörden für die Einhaltung der Luftreinhalte-Grenzwerte.

Bei Temperaturen unter +10 Grad Celsius ist die ordnungsgemäße Abgasreinigung bei fast allen Diesel-Fahrzeugen abgeschaltet. Moderne Dieselmotoren erzeugen durch die höhere Verdichtung und Verbrennungstemperatur mehr Stickoxide als 25 Jahre alte Euro 1 Diesel-Pkw. Mit deaktivierter Abgasreinigung werden von November bis März unsere Städte mit dem giftigen Dieselabgasgift NO2 regelrecht geflutet.

Vor wenigen Wochen hat die EU-Kommission Alarm geschlagen und die Zahl der jährlichen Todesfälle durch das Dieselabgasgift NO2 bereits zum zweiten Mal heraufgesetzt, auf nunmehr 12.860 vorzeitige Todesfälle. Das sind viermal so viele Menschen, wie jedes Jahr durch Verkehrsunfälle sterben! Aber die Behörden unternehmen nichts dagegen. Auf dem Diesel-Gipfel am Dienstag dieser Woche verzichtete Bundeskanzlerin Angela Merkel darauf, die Autohersteller in die Pflicht zu nehmen und wirkungsvolle technische Nachrüstungen anzuordnen. Erneut belässt es die Bundesregierung bei sanfter Kritik und Aufruf zu „freiwilligen“ Maßnahmen. Die Entscheider in Politik und Behörden haben immer noch ein großes Herz für betrügerische Autokonzerne.

Deshalb gehen wir juristisch gegen die Hersteller, aber auch gegen die Zulassungsbehörden vor. Außerdem klagen wir bereits in 19 Städten für die Einhaltung der Luftreinhalte-Grenzwerte. Bitte unterstützen Sie uns in diesem zähen, aber so wichtigen Kampf für saubere Luft in Deutschlands Städten! 

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Peter Ahmels

Deutsche Umwelthilfe e.V. 
Leiter des Bereichs Energie und Klimaschutz
info@duh.de