22.11.2017

Aktive Suche nach Antworten auf die Klima-Krise

Tausende Menschen aus der ganzen Welt nahmen am People's Climate Summit in Bonn teil

Mehrere Tausend Menschen haben am People's Climate Summit in Bonn teilgenommen – und gezeigt, dass das Interesse an Wegen, das Klima zu schützen, auch jenseits der offiziellen Klimaverhandlungen groß ist. Vom 3. bis 7. November fand das Treffen von Klima-Aktivist*innen statt, zusammen mit der großen Demonstration gegen Kohle und Aktionen gegen Braunkohle-Förderung. "Mehr als 25.000 Menschen aus der ganzen Welt haben auf den Straßen von Bonn, beim People’s Climate Summit und im Rheinischen Kohlerevier ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit und eine echte sozialverträgliche globale Energiewende gesetzt, sagt Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, die zum Trägerkreis des People's Climate Summit gehört. „Die Antwort auf die globale Klimakrise erfordert mehr als technische Lösungen voranzubringen, um CO2- zu reduzieren. Das Pariser Klimaabkommen umzusetzen bedeutet auch, die Menschen mitzunehmen und ihren Ideen einen Raum zu geben."

"Der People's Climate Summit war ein Erfolg“, sagt Nadja Charaby von der Rosa-LuxemburgStiftung. Sowohl die Abendpodien als auch die Workshops seien sehr gut besucht gewesen, mehrere Veranstaltungen mussten aufgrund des großen Andrangs in größere Räume verlegt werden. Das Treffen habe Menschen zusammengebracht und ihnen Raum gegeben, die üblicherweise in internationalen Klimaverhandlungen keine Stimme haben. „Vieles, das hier diskutiert wurde, findet auf den offiziellen Klimakonferenzen keinen Raum, etwa in Veranstaltungen, die klare Kritik am fossilen Wachstumsmodell unserer Gesellschaften üben oder die Verbindungen von Klimawandel und gewalttätigen Konflikten thematisieren.“

Dabei waren auch zahlreiche Vertreter*innen aus Ländern des globalen Südens, wo der Klimawandel bereits deutlich spürbar ist. "Das Leben in Nigeria ist radikal von der globalen Klimakrise beeinflusst. Es ist der Klimawandel, der die Grenzen von Gemeinschaften verschiebt, weil diese sowohl Böden als auch Wasserquellen in unglaublicher Geschwindigkeit verlieren," sagt Vivian Bellonwu von der Organisation Social Action Nigeria. Das Treffen in Bonn war für Aktivist*innen wie sie nicht nur eine Gelegenheit, von diesen Erfahrungen zu berichten, sondern auch, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Aktivistin Nghuy Thi Khanh aus Vietnam, die sich mit ihrer Organisation Green ID für Veränderungen im Energiesektor einsetzt, nimmt viel Motivation vom People's Climate Summit mit: „Ich habe erfahren, dass sich Dinge verändern, wenn wir unsere Stimmen laut werden lassen und uns mit vielen einig sind, dass unser Ziel extrem wichtig ist.“

Mehr Informationen: https://pcs2017.org/de/  oder über  presse@pcs2017.org

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

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