Nationale Klimapolitik

`Roten Linie gegen Kohle´ am Hambacher Tagebau

Seit Jahren wird im Rheinischen Revier mit kreativen Aktionen, Demos, Informationsveranstaltungen und Fachtagungen für den Ausstieg aus der Braunkohle und für die Energiewende in Deutschland gekämpft. Diesmal organisiert die Klima-Allianz zusammen mit BUND, BUNDjugend, Greenpeace und NABU die Aktion `Rote Linie gegen Kohle´

 

Die rote Linie ist klar: Wenn die globale Erwärmung deutlich über 1,5 Grad steigt, wird es zunehmend gefährlich für das Leben auf der Erde. Die Welt, wie wir sie kennen, würde sich durch den Klimawandel drastisch verändern. Doch allen internationalen Vereinbarungen zum Trotz kommt der Klimaschutz praktisch nur wenig voran. Auch in Deutschland sinken die Emissionen der klimaschädlichen Treibhausgase seit Jahren nicht mehr. Hauptgrund dafür ist der aus Kohle produzierte Strom.

Nicht zuletzt in den Braunkohlerevieren wird sich entscheiden, ob Deutschland seine nationalen und internationalen Verpflichtungen zum Klimaschutz erfüllen kann. Doch wenn es nach der Politik und dem Energiekonzern RWE geht, sollen sich im Rheinland bis zum Jahr 2045 die Braunkohlebagger weiter durch das Land fressen, unersetzliche Natur wie den Hambacher Wald zerstören und Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Milliarden Tonnen Kohlendioxid aus den Kraftwerken sollen das Klima weiter anheizen.

Wir fordern: „Raus aus der Kohle!“

Nur wenn wir schnell aus der klimaschädlichen Kohle aussteigen, werden wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Bund und Länder haben die Organisation des Ausstiegs und die aktive Gestaltung des Strukturwandels verschleppt und blockiert. Jetzt ist dringend geboten einen planvollen und sozialverträglichen Kohleausstieg auf den Weg zu bringen. Was für uns eine Frage des Lebens- und Wirtschaftsstils ist, ist für andere Menschen bereits eine Frage des Überlebens. Auch die Braunkohlereviere, die Beschäftigten und die vom Kohlebergbau Betroffenen brauchen endlich Klarheit über das Ende der Kohleförderung und -verstromung, damit die Zukunft angepackt und Konflikte sozialgerecht und friedlich gelöst werden.

Wir sagen: „Die Vorherrschaft der Kohle muss endlich enden!“

Deshalb braucht es gerade jetzt und vor der Bundestagswahl ein starkes Zeichen des Protestes gegen die heutige Politik, die der Kohle den Vorrang sichert. Energiewendeland und gleichzeitig Kohleland sein – das passt nicht zusammen. Auch Deutschland muss sich jetzt entscheiden: gegen die Kohle, für den Aufbruch ins erneuerbare Zeitalter.

„Mach mit und ziehe mit uns gemeinsam die Rote Linie für die Braunkohle!“

„Bis hierhin und nicht weiter“ ist unser Motto. Wir tragen unseren entschiedenen Widerstand dorthin, wo die Kohle ihr zerstörerisches Gesicht zeigt: Ins Rheinische Revier an die größte deutsche Braunkohlegrube, den Tagebau Hambach. Mit unserer Roten Linie stellen wir uns schützend vor den Hambacher Wald und die betroffenen Dörfer. Unsere Linie ist ein Symbol für die Grenze der gefährlichen Erderwärmung, die nicht überschritten werden darf und zugleich für die Grenze des Abbaus der Kohle. Denn: Drei Viertel der heute noch zum Abbau vorgesehenen Kohle  muss im Boden bleiben.

Sei die rote Linie! Komm zur Aktion gegen Kohle und für Klimaschutz!

Mehr zur Aktion und dem Bündnis findest du hier!

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