28.11.2023
News von Mitgliedern

Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland äußern sich zur anstehenden Klima-Konferenz

Die COP28 (Weltklimakonferenz) in Dubai steht an. Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland äußern sich und stellen im Vorhinein verschiedene Forderungen.

Brot für die Welt fordert auf der COP28 einen Fonds für Klimaschäden. „Die Verursacher der Klimakrise müssen zeigen, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind, und den Fonds finanziell gut ausstatten.“ sagt Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch fordert entschlossene Schritte zu einem Pfad zur Einhaltung des 1,5-Grad-Limits und zur solidarischen Bewältigung der Folgen der Klimakrise. „Die Staatengemeinschaft muss zeigen, dass sie trotz aller Spannungen bei der Überlebensaufgabe Klimakrise zusammenrückt. Deutschland und die EU müssen helfen, eine globale Allianz zu schmieden, um endlich die Blockade der Öl-, Gas- und Kohlelobby zu überwinden, die für das fossile Wirtschaftsmodell einen gesunden Planeten opfert.” betont Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.

Die internationale Hilfsorganisation CARE fordert, dass Industrieländer und andere große Emittenten endlich auf die Realität der Klimakrise reagieren, statt weiter nur durch leere Versprechungen aufzufallen. „Das Versäumnis der reichen Länder, ihre Versprechen zur Klimafinanzierung einzuhalten, ist auch ein Verrat an ihnen. Dies muss auf der COP28 korrigiert werden“, sagt Sven Harmeling, Klimapolitischer Leiter von CARE International. 

Gemeinsam appellieren der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Irme Stetter-Karp, die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, und der Vorsitzende der Deutschen Ordensobernkonferenz, Bruder Andreas Murk OFMConv an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zusammen mit allen Menschen guten Willens Verantwortung zu übernehmen.

Das Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor appeliert an die Bundesregierung, sich für eine internationale Verpflichtung zum weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern einzusetzen. „Die Klimakrise ist eine existenzielle Krise für die gesamte Menschheit. Deshalb ist dringendes Handeln geboten. Da sprechen wir mit Papst Franziskus eine Sprache.” so Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor.

Oxfam befürchtet, dass auf der COP28 erneut keine konkreten Schritte vereinbart werden, die schwachen Klimaschutzziele der Länder nachzubessernJan Kowalzig, Referent für Klimapolitik bei Oxfam, kommentiert: „Jahr für Jahr zeigen Analysen, dass die Selbstverpflichtungen der Länder die globale Erwärmung nicht einmal ansatzweise auf maximal 1,5°C begrenzen werden. Eine Erwärmung um fast drei Grad hätte katastrophale Konsequenzen vor allem für die besonders gefährdeten, einkommensschwachen Länder des Globalen Südens”

Der WWF fordert, dass der neu eingerichtete Fonds für Schäden und Verluste in Dubai nutzbar gemacht und mit ersten Geldern gefüllt wird. „Die Klimakrise ist schon heute zu spüren, besonders in Ländern, die wenig zu ihr beigetragen haben und wenig Mittel haben, ihr zu begegnen. Es ist insbesondere die Verantwortung reicher Industrienationen wie Deutschland, aber auch anderer größerer Emittenten, mitzuhelfen, für diese Schäden aufzukommen.“ sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland.

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Paula Härtge

Studentische Hilfskraft Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klima-Allianz Deutschland e.V.

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