Klimapolitik

12. Synode der Evangelischen Kirche: „Für den Frieden in der Welt ist Klimagerechtigkeit eine unabdingbare Voraussetzung“

Vom 10. bis 13. November 2019 traf sich die 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland zu ihrer sechsten Tagung in Dresden. „Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens“ war das Schwerpunktthema der diesjährigen Konferenz.

Neben den Problematiken Wege der Gewaltfreiheit, gesellschaftlicher Frieden und seine europäische Verantwortung und den Herausforderungen durch Autonomisierung, Cyberraum und Atomwaffen wurden nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz für gerechten Frieden thematisiert.

In der Kundgebung der 12. Synode wird an die Ziele der Agenda 2030 erinnert. Es wird ermahnt: „Wenn wir als Weltgemeinschaft so weitermachen wie bisher, werden von den 169 Unterzielen nur drei erreicht werden.“. Der Klimawandel und seine katastrophalen Auswirkungen wirkten als Konfliktbeschleuniger. Sie seien verstärkend für bereits bestehende Probleme wie Hunger oder extreme Wetterereignisse und beträfen vor allem diejenigen, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beitrügen. Wirksamer Klimaschutz sei ein Beitrag zur Krisenprävention und die ökologischen Grenzen unserer Erde müssten eingehalten werden. Es wird zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele ermahnt. Die Synode kritisiert außerdem die Bundesregierung und fordert eine Nachbesserung der Klimaschutzziele. Die bislang getroffenen Maßnahmen, verabschiedeten Gesetze wie auch die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie reichten bei weitem nicht aus. Deutschland müsse seiner internationalen Verantwortung gerecht werden, auch in finanzieller Hinsicht auf Prävention und Kompensation klimabedingter Schäden. Die Synode verspricht Unterstützung an weltweite Partnerkirchen und –projekte, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.

 

Kundgebung der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland auf ihrer 6. Tagung:https://www.ekd.de/kundgebung-ekd-synode-frieden-2019-51648.htm

Zurück