EU besiegelt Ende des Verbrenners ab 2035 und erteilt E-Fuels für Neufahrzeuge eine Absage

Rat und Parlament der Europäischen Union haben sich am 28. Oktober 2022 auf neue CO2-Grenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geeinigt. Ein Kommentar von Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclubs VCD.

 

Rat und Parlament der Europäischen Union haben sich heute auf neue CO2-Grenzwerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geeinigt. Den Beschluss kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclubs VCD:

„Das Ende des Verbrennungsmotors ist besiegelt. Neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge dürfen ab 2035 kein CO2 mehr emittieren. Damit ist ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz im Verkehr vollzogen. Aus Klimasicht wäre ein Ausstiegsdatum bereits 2030 nötig gewesen. Aber auch so sendet die Entscheidung aus Brüssel ein klares Signal in Richtung Elektroantrieb. Angesichts der Ankündigungen zahlreicher Autohersteller, bereits vor 2030 größtenteils auf Elektro umzustellen, ist der EU-Beschluss reine Formsache – könnte man meinen.

Doch einige setzen nach wie vor auf E-Fuels, um den Verbrenner zumindest teilweise noch irgendwie am Leben zu erhalten. Besonders die FDP hat sich als hartnäckiger Verteidiger des Verbrenners aufgeschwungen, und wollte auch E-Fuels in der Regelung verankern. Dem sind die Parlamentarier und die Mehrheit der Mitgliedsstaaten nicht gefolgt. Gut so. Es ist lediglich ein unverbindlicher Prüfauftrag enthalten, wie ausschließlich mit E-Fuels betankte Fahrzeuge außerhalb der Regelung zugelassen werden können. E-Fuels sind ineffizient und teuer und absehbar nur in geringen Mengen verfügbar. Damit sind sie keine Lösung für den Straßenverkehr.“ 

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Michael Müller-Görnert

Verkehrspolitischer Sprecher, Klima, Luft, Auto

Verkehrsclub Deutschland

michael.mueller-goernert@vcd.org

Telefon: 030/280 351 19