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EU-Klimaziel: Offener Brief an Kommissionspräsidentin von der Leyen

Verzögerungen bei der Festlegung des 2030-Klimaziels der EU gefährden die Klimakonferenz in Glasgow. Das bisher geplante Ziel ist zu niedrig um global das 1,5 Grad-Limit einzuhalten und der Prozess dauert zu lange. Die Klima-Allianz Deutschland und acht weitere Organisationen haben deshalb einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschrieben.

2020 ist ein wichtiges Jahr für den internationalen Klimaschutz. Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass alle Staaten dieses Jahr ihre Klimaziele überprüfen und anheben. Damit besteht die Chance, die eklatante Lücke zwischen den Zielen des Abkommens und den bisher vorliegenden Beiträgen zu schließen. Erfreulicherweise hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt, das europäische Klimaziel für 2030 anzuheben. Aber das bisher geplante Ziel ist zu niedrig um global das 1,5 Grad-Limit einzuhalten und der Prozess dauert zu lange. Deswegen hat die Klima-Allianz Deutschland gemeinsam mit acht weiteren Organisationen einen offenen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin geschrieben. Die Organisationen bitten Ursula von der Leyen darin dringend, dem Vorschlag für das neue Ziel höhere politische Priorität einzuräumen und diesen bereits im Frühjahr dieses Jahres vorzulegen. Nur, wenn Europa seiner historischen Verantwortung entsprechend frühzeitig klare Signale an die internationale Gemeinschaft sendet, kann es das Beste aus der europäischen Ambitionssteigerung für die Eindämmung der Klimakrise herausholen.

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