Transformation Agrarwende

Faire Woche startet am 14. September

Am 14. September beginnt die 17. Faire Woche unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“. Unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller lädt die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland bis zum 28. September dazu ein, den Fairen Handel kennenzulernen und aktiv zu werden. Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung von TransFair e.V.

Im Fokus der Veranstaltungen steht in diesem Jahr der Beitrag des Fairen Handels zur Klimagerechtigkeit. Die Faire Woche wird vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und TransFair veranstaltet.  

Der extrem heiße und trockene Sommer hat uns auch in Deutschland die Auswirkungen des Klimawandels spüren lassen und zu teilweise großen Ernteausfällen geführt. Im Globalen Süden dagegen sind die Auswirkungen des Klimawandels schon lange Realität und die Existenzen von Millionen Kleinbäuer*innen akut bedroht. „Beim Klimaschutz geht es, wie beim Fairen Handel, um Gerechtigkeit“, sagt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr der Fairen Woche. „Denn der Klimawandel trifft vor allem die Menschen, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Während wir zehn Tonnen CO2 pro Kopf ausstoßen, verursacht etwa Äthiopien nur ein Hundertstel davon. Unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden aber vor allem Kleinbauern in Entwicklungsländern. Wenn Dürren, Stürme oder Überschwemmungen die Ernten vernichten, sind existenzsichernde Einkommen schwer zu erzielen. Deshalb unterstützen wir diese kleinbäuerlichen Betriebe mit nachhaltigen Anbaumethoden – gerade auch beim Fairen Handel. Und dort, wo Wetterextreme schon stattfinden, versuchen wir mit Klimarisikoversicherungen zumindest die wirtschaftlichen Schäden auszugleichen.“ 

Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ befasst sich die diesjährige Faire Woche mit dem Klimawandel und zeigt auf, wie der Faire Handel Kleinproduzent*innen im Süden unterstützt, seine Folgen abzumildern. Dies geschieht vornehmlich durch die Umstellung auf klimaschonende Wirtschaftsweisen. Dazu gehört der ökologische Landbau, der nachweislich weniger klimaschädlich ist als die konventionelle Landwirtschaft. Rund 80 Prozent der fair gehandelten Lebensmittel in Deutschland, wie zum Beispiel Kaffee, Tee und Bananen, stammen bereits aus ökologischem Anbau.

Doch für die globale Herausforderung des Klimawandels ist schnelles und entschlossenes Handeln aller Stakeholder – Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene – unabdingbar, damit Deutschland seine Klimaziele erreicht. Auch darauf weist das Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ hin. „Wir appellieren an die Bundesregierung, eine ambitioniertere nationale Klimapolitik auf den Weg zu bringen und ihren Einsatz für internationale Klimagerechtigkeit zu verstärken“, fasst Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel, die Erwartungen der Organisatoren der Fairen Woche zusammen.  

Nicht zuletzt wird während der Fairen Woche deutlich, dass die Zukunft der Erde und globale Gerechtigkeit bei jeder und jedem selbst beginnt. Beim Klimaschutz sind wir alle gefordert.    


Pressekontakt 

Katrin Frank, Forum Fairer Handel e.V., Tel.: 0176 34582045, presse@forum-fairer-handel.de

Claudia Brück, TransFair e.V., Tel.: 0177 7370080, c.brueck@fairtrade-deutschland.de

Christoph Albuschkat, Weltladen-Dachverband e.V., Tel.: 0163 6766906, c.albuschkat@weltladen.de 

Quelle: Website Faire Woche

Zurück