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Klimalösung für die Landwirtschaft: weniger Tiere!

Maßnahmenpaket des Landwirtschaftsministeriums zum Erreichen des Klimaziels 2030 weist eine massive Unterdeckung von 6 Millionen Tonnen auf. ProVeg zeigt, wie das Klimaziel 2030 doch noch erreicht werden kann.

Berlin. Es ist nun amtlich, was viele schon befürchtet hatten: Das Klimapaket der schwarz-roten Koalition reicht nach Berechnungen im Auftrag der Bundesregierung nicht, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. 

Die international tätige Ernährungsorganisation ProVeg ist vor allem über die deutlich verpassten Bemühungen in der Landwirtschaft enttäuscht. Geplant war in diesem Bereich eine Senkung von 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (2018) auf 58 Millionen Tonnen. Die frustrierende Prognose: Den aktuellen Schätzungen zufolge reduzieren sich die Emissionen gerade einmal auf 64 Millionen Tonnen. Das Ergebnis ist ernüchternd. Das Maßnahmenpaket von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) weist eine massive Unterdeckung von 6 Millionen Tonnen auf. Somit wird das Klimaziel um die Hälfte verfehlt.

Dabei liegen Lösungen auf der Hand: Eine Studie des Öko-Instituts von April 2019 verdeutlicht, dass rund 8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente bereits durch einen um ein Viertel reduzierten Konsum von Fleisch- und Milchprodukten eingespart werden könnten.

Felix Domke, Leiter Politik bei ProVeg, erklärt: „Deutschland wird seine Klimaziele nur mit einem Abbau der Tierbestände erreichen können.“ Seine logische Konsequenz: „Dafür muss zwingend gleichzeitig auch der Konsum von Tierprodukten sinken.“

Das kann aber nur funktionieren, wenn das Landwirtschaftsministerium nicht zur Tagesordnung übergeht, sondern den ursprünglichen 10-Punkte-Plan nachjustiert.

Mehr zum Standpunkt von ProVeg hier.

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Felix Domke

ProVeg e.V.
Leiter ProVeg-Politik
felix.domke@proveg.com
Telefon: 030/290 282 53-0/-41