nachhaltig und geschlechtergerecht weltweit - kfd-Bundesversammlung verabschiedet Nachhaltigkeitspapier

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat bei ihrer jährlichen Bundesversammlung in Mainz ihr neues Positionspapier „nachhaltig und geschlechtergerecht weltweit“ verabschiedet.

Mit dem Positionspapier will die kfd Menschen und Politiker*innen in Deutschland auffordern, den Klimawandel zu begrenzen und nachhaltige und gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit zu ermöglichen. Frauen sind von Klimawandel und ungerechten Handelsbedingungen besonders betroffen. Monika von Palubicki, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende:

„Wir alle – Frauen wie Männer, Alt und Jung – haben es in der Hand. Die Erkenntnisse liegen seit Jahrzehnten vor. Gefordert ist unser konsequentes Handeln, denn jeden Tag können wir uns für oder gegen eine gerechte Lebensweise entscheiden.“ Privates Handeln sei somit auch politisch, so von Palubicki. Sich aus Bequemlichkeit hinter Politiker*innen zu verstecken, sei daher inakzeptabel.
„Natürlich muss die Politik mir Rahmenbedingungen in Ergänzung zu meinem persönlichen Tun liefern. Wenn ich bewusst das Auto stehenlassen und stattdessen Bus fahren will, kann ich das nur, wenn es auch auf dem Land dafür entsprechende Angebote gibt.“

Aus dem Positionspapier:
Eine zukunftsfähige Gesellschaft erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit den globalen Ressourcen ebenso wie die Beseitigung jeder Diskriminierung von Frauen und Mädchen. Das sind zentrale Kriterien für nationale und internationale Politik. Die bestehenden (…) globalen Produktions- und Machtverhältnisse müssen mit der Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung in Einklang gebracht werden. (…)

Von Palubicki: „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsaufgabe definiert – und zwar so, dass sie in alle politischen Entscheidungen einfließt.“ Dabei müsse sie regelmäßig die Erfüllung dieser Aufgabe evaluieren, da sie nur so zum Bildungsziel in allen Bildungsbereichen werde. „Es braucht einen wirksamen gesetzlichen Rahmen, damit Unternehmen soziale und ökologische Standards weltweit einhalten. Rein freiwillige Verpflichtungen reichen nicht aus.“

Aus dem Positionspapier:
Die kfd trägt mit Projekten und Bildungsarbeit, politischer Lobbyarbeit sowie mit praktischen Beispielen dazu bei, das Bewusstsein der Mitglieder zu verändern und für ein faires, nachhaltiges und geschlechtergerechtes Handeln zu werben. (…) Sie verpflichtet sich zu hohen Nachhaltigkeitsstandards und [der Fortschreibung ihrer] ökofairen Beschaffungsordnung für die Bundesgeschäftsstelle.

Die kfd engagiert sich seit den 1980ern Jahren weltweit für Fairness und Nachhaltigkeit. Mit dem Positionspapier stärkt sie die Akzente Arbeitsbedingungen, Landwirtschaft, Klimagerechtigkeit und Energiewende, Mobilität sowie Ressourcen- und Umweltschutz.

Das Positionspapier im Wortlauf finden Sie hier.

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Helga Klingbeil-Weber

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands
Referentin für Hauswirtschaft
helga.klingbeil-weber@kfd.de
Tel.: 0211/449 924 6