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UN-Klimagipfel: Werbeblock beschönigt Versagen vom Klima-Freitag

Anlässlich der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Klimagipfel in New York kritisiert Oxfam die mangelnde Ehrlichkeit über die Unzulänglichkeit der deutschen Klimapolitik. Die Bundeskanzlerin hätte ihre Rede dazu nutzen müssen, zu erklären, wie Deutschland trotz des schwachen Klimapakets vom Freitag das deutsche Klimaziel 2030 zu erreichen plant, um ein wichtiges Signal für die ärmsten und besonders von der Klimakrise bedrohten Länder zu setzen.

Jan Kowalzig, klimapolitischer Experte bei Oxfam Deutschland, kommentiert: „Wir hätten mehr Mut und mehr Ehrlichkeit erwartet. Das wichtigste Detail in ihrem Werbeblock für die deutsche Klimapolitik hat Merkel vergessen: Das Klimapaket der Bundesregierung vom Freitag taugt nicht dafür, die Klimaschutzziele für 2030 zu erreichen oder die fortgesetzte Missachtung des Pariser Klimaschutzabkommens zu beenden. Den Weckruf der Jugend und den Rat der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auf die sich die Bundeskanzlerin in ihrer Rede berufen hat, hat zumindest die Bundesregierung vergangenen Freitag sicherlich nicht gehört. Davon kann die Bundeskanzlerin nun in New York auch nicht dadurch hinwegtäuschen, dass sie nun noch einmal Gelder zusagt, die zwar in der Tat ärmere Länder beim Kampf gegen die Klimakrise unterstützen können, letztlich aber nur ein altes Versprechen von 2015 erfüllen helfen.“

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Jan Kowalzig

Oxfam Deutschland
Klimawandel & Klimapolitik
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