Presse Kohleausstieg Energiewende
03.05.2019

RWE-Hauptversammlung: Zukunftsweisend wirtschaften statt fossile Strukturen zementieren

Die Hauptversammlung von RWE findet heute in Essen statt. Will RWE auf dem Energiemarkt der Zukunft bestehen, müssen sie die fossilen Energien entschlossen hinter sich lassen, kommentiert Stefanie Langkamp, Expertin für Kohlepolitik der Klima-Allianz Deutschland.

„Welchen Platz Energiekonzerne wie RWE künftig in der Energieversorgung einnehmen, hängt auch entscheidend davon ab, wie sie im Rahmen der aktuellen Debatten um  Klimaschutz und den Hambacher Wald handeln. RWE scheint trotz Kohleausstieg wenig ändern zu wollen und treibt die Zerstörungen in Wald und Dörfern rücksichtslos voran. Aktuell gräbt sich der Bagger bis auf die Wurzeln des Hambacher Waldes vor. Das Unternehmen setzt Menschen unter Druck, ihre Häuser aufzugeben, obwohl sie bei einer klugen Umsetzung des Kohlekompromisses dort wohnen bleiben könnten.

Die Proteste um den Hambacher Wald haben gezeigt, dass Menschen keine Zerstörung für die Kohle mehr hinnehmen wollen. Will RWE auf dem Energiemarkt der Zukunft bestehen, müssen sie die fossilen Energien entschlossen hinter sich lassen. Der erste Schritt ist, unnötige Zerstörungen durch die Tagebaue zu beenden und als Teil des Kohlekompromisses sieben Blöcke von Niederaußem und Neurath bis 2022 stillzulegen und so den Hambacher Wald und die Dörfer zu erhalten.”
 
Hintergrund:
An den Tagebauen Hambach und Garzweiler sind die Dörfer Manheim, Morschenich, Keyenberg, Kuckum, Berverath, Oberwestrich und Unterwestrich vom Braunkohleabbau bedroht. Eine Studie des DIW zeigt, dass der Hambacher Wald und alle Dörfer durch den Kohlekompromiss erhalten werden können. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die in der Kohlekommission vereinbarte Abschaltung von 3,1 GW Braunkohle bis 2022 aus Kraftwerksblöcken in den Kohlekraftwerken Neurath und Niederaußem zusammensetzt.

Foto zur Abbaggerung am Hambacher Wald: https://twitter.com/BuirerFuerBuir/status/1115501900814848000

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Julia Dittmann

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
julia.dittmann@klima-allianz.de
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