Hintergrund Kohleausstieg
04.2017

Braunkohle und Stickoxide: EU-Umweltstandards für Kohlekraftwerke

Eine Analyse der Klima-Allianz Deutschland zeigt die Auswirkungen von neuen Stickoxid-Höchstgrenzen auf Braunkohlekraftwerke in Deutschland.

Kohlekraftwerke stoßen hohe Mengen an umwelt- und gesundheitsschädlichen Schadstoffen aus. Neue Höchstgrenzen für Quecksilber, Feinstaub, Schwefeldioxid und Stickoxide wären ein großer Gewinn für die Umwelt und Gesundheit der Menschen in Europa. Pro Tag könnten europaweit 56 Todesfälle und 154 Millionen Euro externalisierte Gesundheitskosten vermieden werden, wenn Europa konsequente Vorgaben setzen würde.

Bei den aktuellen Verhandlungen um solche Höchstgrenzen verfolgt die Bundesregierung jedoch andere Interessen. Auf Druck von Energiekonzernen und Tagebaubetreibern will sie den gefundenen EU-Kompromiss zu Höchstgrenzen für Stickoxide schwächen. Die Bundesregierung argumentiert, dass Nachrüstungen für die Betreiber wirtschaftlich nicht vertretbar seien. Eine Analyse der Klima-Allianz Deutschland zeigt jedoch, dass größere Investitionen nur bei wenigen Braunkohlekraftwerken notwendig sind.

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