Debatte um CO2-Preis: Klimaschutz muss sich lohnen

Die von Bundesumweltministerin Schulze angestoßene Debatte rund um ein CO2-Preissignal für alle Sektoren wurde am vergangenen Mittwoch in einer aktuellen Stunde des Bundestages aufgegriffen. Hierzu äußert sich Michael Oppermann, Geschäftsführer des Thinktanks FÖS:

„Die Diskussion um ein sektorübergreifendes und wirksames CO2-Preissignal ist richtig gesetzt. Damit wir unsere Klimaziele erreichen, muss sich Klimaschutz für jeden Einzelnen lohnen. Wir brauchen ein Preisschild für CO2."

Bislang ist sich die Große Koalition beim Thema CO2-Preis uneinig. Das machte auch die aktuelle Stunde zum Thema im Bundestag deutlich. Bundesumweltministerin Schulze hat Offenheit für einen CO2-Preis signalisiert, Bundeswirtschaftsminister Altmaier lehnt eine solche Abgabe auf Klimaverschmutzung bislang ab. Auch innerhalb der Regierungsfraktionen gibt es keinen Konsens. „Die Koalition bekennt sich zu den Klimazielen. Dann ist sie auch Antworten schuldig, wie sie die Ziele erreichen will. Ein CO2-Preis wäre so eine Antwort. Kein CO2-Preis ist jedenfalls keine Antwort“, mahnt Oppermann.

Das FÖS setzt sich bereits seit Jahren für eine gerechte Bepreisung von CO2 Emissionen ein, um ökonomische Anreize beim Klimaschutz zu setzen und hat hierzu verschiedene Modelle verglichen und durchgerechnet. Oppermann: „Was wir jetzt brauchen ist ein Diskurs, wie ein sanfter Einstieg beim CO2-Preis gelingen kann. Wenn man das richtig macht, stellt das die Weichen auf wirksamen und effizienten Klimaschutz ohne den Standort Deutschland zu schwächen oder Menschen zu überfordern.“

Quelle: Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.

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Michael Oppermann

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