Von Fidschi nach Bonn – Wie der Klimawandel Menschen in die Migration zwingt

Am 16.11. wird in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen beim Bund über die Folgen des Klimawandels im Bezug auf Migration berichtet und diskutiert.

Vom 6. – 17. November 2017 findet in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) unter der Leitung des pazifischen Inselstaats Fidschi statt – einem Staat, dessen Bewohnerinnen und Bewohner bereits heute stark von den Folgen des Klimawandels und Migrationsprozessen betroffen sind.

Meeresspiegelanstieg, Wüstenbildung, Dürren, Eisschmelze – auf der ganzen Welt beeinflussen die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute massiv die Lebenswirklichkeiten von Menschen, zerstören ihre natürlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen. Immer häufiger sind die Auswirkungen so extrem, dass Menschen ihre angestammte Heimat aufgrund des Klimawandels vorübergehend oder dauerhaft verlassen müssen. Es gibt nicht mehr genügend Nahrung und Trinkwasser zum Leben, Häuser werden überflutet, jahrhundertealtes Wissen zum Überleben auch in unwirtlichen Gegenden wird angesichts der Klimaveränderungen nutzlos.

So produziert der Klimawandel eine Vielzahl persönlicher Schicksale, die oft im Hintergrund öffentlicher Debatten über den Klimawandel stehen. Während in der globalen Klimapolitik mit der Verabschiedung des Klimaabkommens von Paris Fortschritte erzielt worden sind, spielt das Thema der Vertreibung von Menschen durch den Klimawandel in den Verhahndlungen eine untergeordnete Rolle. Weiterhin gibt es auf internationaler Ebene keine Schutzrechte für die Menschen, die in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

Wie erleben Betroffene die Gefahr einer Vertreibung durch den Klimawandel? Welche Unterstützung benötigen sie? Was für Sorgen haben junge Menschen auch in Deutschland vor einer Zukunft mit den Folgen des Klimawandels? Und wie bewerten sie die Klimaverhandlungen in Bonn?

Um über diese und weitere Fragen mit Ihnen zu diskutieren, laden die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V., die Deutsche KlimaStiftung und die Klima-Allianz Deutschland zu einer Podiumsdiskussion am 16. November 2017 um 17:30 in Berlin ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT zum ersten Mal in Berlin präsentiert.

Programm

17:30 Begrüßung:
Detlef Dzembritzk, iVorsitzender der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

17:35 Vorstellung der Wanderausstellung KLIMAFLUCHT
Arne Dunker, Vorstand der Deutschen KlimaStiftung

17:40 Climate Change and Climate Migration: A Reality for the Pacific Islands Countries? (englisch) 
Maria Tiimon, Pacific Outreach Officer, Pacific Calling Partnership (Kiribati/Australien)

18:00 Podiumsdiskussion mit Vorstellung des zivilgesellschaftlichen Positionspapiers „Migration, Vertreibung und Flucht infolge des Klimawandels“
Moderation: Sarah Kumpf, Radio Bremen

 

  • Maria Tiimon, Pacific Outreach Officer, Pacific Calling Partnership
  • Dr. Christophe Eick, Koordinator Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, Auswärtiges Amt (angefragt)
  • Malte Hentschke, Referent, Klima-Allianz Deutschland
  • Dr. Jacob Schewe, Post-Doc „climate impacts“,Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
  • Katharina Buch, Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung 2016, ehemalige Sprecherin Naturschutzjugend im NABU

19:30 Gelegenheit zum Austausch bei Suppe, Brezeln & Wein

Vertretung der Freien Hansestadt Bremen beim Bund
Hiroshimastraße 24

10785 Berlin

Anmeldung: Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an: www.dgvn.de/veranstaltungen/klimaflucht 

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Arne Dunker

Vorstand

info@deutsche-klimastiftung.de
Telefon: +49 471/902030 -85

Malte Hentschke-Kemper

Stellvertretender Geschäftsführer
Referent Klima- und Energiepolitik


malte.hentschke-kemper@klima-allianz.de
Telefon: 030/780 899 511