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COP24: Deutschland bekommt Negativpreis „Fossil des Tages“ für fehlende Klimapolitik

Am Freitag wurde Deutschland auf der Klimakonferenz für seine ungenügende Klimapolitik abgestraft. Die internationale Zivilgesellschaft vergibt den „Fossil des Tages“ an die Bundesregierung für das Verfehlen der 2020-Klimaziele.

Dazu erklärt Ann-Kathrin Schneider, BUND-Expertin für internationale Klimapolitik:

„Die Bundesregierung hat die Hausaufgaben nicht gemacht und dafür nun die denkbar schlechteste Note bekommen. Die internationale Zivilgesellschaft hat Deutschland heute eine Sechs für nicht geleisteten Klimaschutz gegeben. Auf die Versuche der Bundesregierung, die notwendige Abschaltung von Kohlekraftwerken hinauszuzögern, reagieren wir hier immer ärgerlicher. Deutschland steht in der Schmuddelecke. Um die Klimakrise zu bewältigen, muss Deutschland schnell die dreckigsten und ältesten Kohlekraftwerke abschalten und bis 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen.“

Marie-Luisa Wahn aus dem Bundesvorstand der BUNDJugend kommentiert:

„Deutschland hat seine Vorreiterrolle im Klimaschutz schon längst verloren. Nur wenn Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel auf nationaler Ebene ambitioniert angegangen werden, können die richtigen Signale an die internationale Staatengemeinschaft gesendet werden. Der Schutz unseres Planeten sichert die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen und muss endlich politische Priorität werden.”

 

Hintergrund:

Das „Fossil des Tages“ oder „Fossil of the Day“ ist ein Negativpreis der internationalen Klimabewegung Climate Action Network. Der Preis wird während der COP täglich an das Land vergeben, welches sich durch besonders schlechten Klimaschutz oder besonders destruktives Verhalten während der Verhandlungen ausgezeichnet hat.

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