Agrarwende

Agrarwende jetzt! Offener Brief für zukunftsfähige Landwirtschaft

Das Festhalten an konventionellen Anbau- und Viehhaltungsmethoden gefährden nicht nur das Klima, sondern auch die Lebensgrundlage vieler Jungbäuer*innen. In einem offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Klöckner fordern die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und die Grüne Jugend, mit Humusaufbau und Agroforst den Weg für eine nachhaltige Agrarwende zu ebnen.

„Wir setzen uns schon viele Jahre für eine gerechte Klimapolitik ein. Doch bisher ist zu wenig passiert“, erläutert Sarah Schulte-Döinghaus, KLJB-Bundesvorsitzende. „Mittlerweile sollte die Dringlichkeit einer Veränderung bei jedem*jeder angekommen sein. Gerade im Bereich der Landwirtschaft sehen wir großes Potential, einen Beitrag zur Eindämmung der Erderwärmung zu leisten. Bisher fehlen hierfür aber die politischen Rahmenbedingungen und die nötige Unterstützung.“

Sarah Schulte-Döinghaus und Niklas Wagener, Mitglied des Bundesvorstands der Grünen Jugend, wissen, dass neuen Agrarkonzepte vor allem Junglandwirt*innen eine Perspektiven sein können. „Wir wollen den Humusverlust der landwirtschaftlichen Böden ebenso wenig akzeptieren, wie den Verlust wertvollen Bodens durch Versieglung oder Umnutzung“, erklärt Sarah Schulte-Döinghaus weiter. „Daher sehen wir in der Agroforstwirtschaft in Deutschland ein gutes Werkzeug, um landwirtschaftlich genutzte Flächen mit dem Anbau von Gehölzen zu kombinieren, sodass sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile entstehen. Dabei fordern wir die Bundesministerin dazu auf, diese in die staatliche Förderung einzubeziehen.“
 
Darüber hinaus fordern die Jugendorganisationen, das 1,5 Grad-Ziels als Richtschnur des Handelns in der Landwirtschaftspolitik heranzuziehen. Dafür müssen die Emissionen aus der Landwirtschaft bis 2050 um 60 Prozent gesenkt werden. Des Weiteren fordern sie eine besondere Beobachtung von Degradierungsprozessen auf Acker- und Grünlandstandorten und eine gesetzliche Verpflichtung zur Degradierungsneutralität in den nächsten fünf Jahren. „Eine klimagerechte Landwirtschaft bedarf vernünftiger politischer Leitplanken, darf aber nie ohne die Einbindung der Landwirt*innen selbst geschehen! Nur gemeinsam können wir die Ziele erreichen“ schließt Sarah Schulte-Döinghaus ab.

Zum Offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Klöckner

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