Klimapolitik Internationale Klimapolitik
30.11.2019
Dortmund

Climate Action Day: Future Lab

Beim Future Lab des Climate Action Day werden globale Perspektiven auf Umweltthemen diskutiert und neue Aktionsformen für mehr Klimagerechtigkeit erprobt. Es gibt vielseitige Workshops unter anderem mit den Themen Klimaflucht, Folgen des Rohstoffabbaus und zur Vermeidung von Plastik. Zwei Jungdelegierte der Vereinten Nationen werden in der Ergebnisrunde die gesammelten Ideen mitnehmen.

Worum geht’s beim Climate Action Day?

Die jährlichen UN-Klimakonferenzen sind ein Versuch, Antworten auf den Klimawandel zu finden und die Erderwärmung zu begrenzen. Die 25. Weltklimakonferenz (COP 25) findet vom 02. bis 13. Dezember 2019 in Chile statt. Diplomat*innen, Politiker*innen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft werden bei dieser Konferenz die praktische Umsetzung der Klimaziele beraten. Es geht auch darum, wie die Erderwärmung auf unter 2°C begrenzt werden kann. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat die Staatengemeinschaft beschlossen, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, wenn möglich unter 1,5 Grad Celsius zu drücken. Die derzeitigen Bemühungen reichen jedoch nicht aus, um diese Klimaziele zu erreichen.

Der Klimawandel hat bereits heute starke Auswirkungen. Laut dem Norwegian Refugee Council fliehen dreimal mehr Menschen aufgrund extremer Umweltereignisse aus ihrer Heimat, als wegen Krieg oder ziviler Konflikte. Obwohl sie nur minimal zum CO2-Ausstoß beigetragen haben, sind die Länder des Globalen Südens besonders vom Klimawandel betroffen. Zudem verfügen sie häufig nicht über die nötigen Mittel für Schutzmaßnahmen und Anpassungskosten. Klimagerechtigkeit bedeutet, dass Länder, die die Hauptverantwortung an der Erderwärmung tragen, global für die Folgen und die Begrenzung des Klimawandels einstehen müssen.

Klimagerechtigkeit umfasst zudem auch Generationengerechtigkeit und eine Verantwortung für die Umwelt: statt nachfolgenden Generationen mindestens gleich gute Umweltbedingungen zu hinterlassen, führt der heutige CO2-intensive Lebensstil dazu, dass zukünftige Generationen die nur schwer kalkulierbaren Folgen des Klimawandels bewältigen müssen. Der Climate Action Day ist eine weltweite Bewegung junger Menschen, denen Klimawandel und globale Ungerechtigkeit nicht egal sind. Seit 2012 setzen sich junge Menschen in mehreren Ländern der Welt vor jeder UN-Klimakonferenz mit konkreten Aktionen für das Klima ein. Sie zeigen Handlungsmöglichkeiten auf und lernen voneinander.

 

Programmablauf

Ab 10:00 Uhr: Ankommen und Registrierung.

10:30 Uhr: Start und Impulsvortrag von Fridays for Future Dortmund.

11:30 Uhr Inhaltliche Workshops. Themen sind unter anderem: Klimaflucht, Postwachstum, Folgen des Rohstoffabbaus in der DR Kongo, Philippinen – Klimawandel in einem Inselstaat, Skype Gespräch mit Klima-Expertin aus Südafrika.

13:00 Uhr: Mittagessen

14:15 Uhr: Workshops zu Aktionsformen für Klimagerechtigkeit. Unter anderem: Plastik vermeiden und Seife selbst herstellen, kreative Straßenaktionen, Argumentationstraining, Poetry Slam, Utopien entwickeln.

16:30 Uhr: Ergebnisrunde mit Jugenddelegierten der Vereinten Nationen.

18:00 Uhr: Schnippeldisco, gemeinsames Essen und Ausklang

 

Anmeldungen (bis spätenstens 19. November) und weitere Infos unter https://climateactionday.org/.

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