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Verkehrswende nicht ausbremsen beim Autogipfel: Mobilitätsprämie statt Autoprämie!

Eine neue Abwrackprämie für Benziner und Diesel ist aus Sicht des VCD ein Irrweg. Statt das klimaschädliche Geschäftsmodell der Autoindustrie zu stützen, muss der notwendige Umbau vorangetrieben werden. Nur so gelingt der Neustart in die grüne Mobilität.

Berlin, 4. Mai 2020. Vor dem morgigen Autogipfel im Kanzleramt fordert
der ökologische Verkehrsclub VCD, Forderungen der Autoindustrie nach einer
Kaufprämie für Verbrenner abzulehnen. Michael Müller-Görnert, verkehrs-
politischer Sprecher des VCD, kommentiert:

„Statt einer reinen Autoprämie brauchen wir eine Mobilitätsprämie für alle.
Den Verkauf umweltschädlicher Verbrenner zu fördern verfestigt das überholte
Geschäftsmodell der Autoindustrie und erschwert den Umstieg auf E-Mobilität.
Wir wollen ein Startgeld für grüne Mobilität, das man auch für Bus- und Bahn-Abos,
Fahr- und Lastenräder oder Sharing-Angebote nutzen kann.
Das Wort „Abwrackprämie“ wird zwar geflissentlich vermieden, im Kern geht es aber
um das Gleiche: Der Kauf von neuen Autos soll durch eine Prämie aus Steuergeldern
gefördert werden. Warum jetzt noch der Absatz von Benzinern und Dieseln
angeschoben werden sollte, ist aber völlig unverständlich.
Die Aussage von VDA-Chefin Hildegard Müller, auch moderne Verbrennungsmotoren
lieferten einen "erheblichen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz", ist ein Hohn.
Dieses rückwärtsgewandte Denken schadet der Wettbewerbsfähigkeit der
Autohersteller. Jetzt muss es darum gehen, die Transformation der Autoindustrie
vom reinen Pkw-Produzenten hin zum modernen Mobilitätsdienstleister zu gestalten."

Mehr dazu: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/nach-corona-neustart-in-die-gruene-mobilitaet

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Claudia Bröckerhoff

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