Stefanie Langkamp, Geschäftsführung Politik, Klima-Allianz Deutschland: "Das Sondervermögen muss das Leben der Menschen konkret verbessern. Es geht darum, Schulen und Pflegeheime zu sanieren, Busse und Bahnen zuverlässig zu machen und kommunale Wärmenetze auszubauen, damit die Menschen vor Ort günstige und klimafreundliche Wärme geliefert bekommen. Doch statt in diese Zukunft zu investieren, kürzt die Bundesregierung trotz Sondervermögen die Investitionen in Klimaschutz. Gleichzeitig bleibt völlig offen, wie die Bundesregierung das gesetzlich vorgeschriebene Klimaschutzprogramm finanzieren will. Ohne deutliche Änderungen am Haushaltsplan bleibt der Erfolg des Sondervermögens und die Zusagen der Regierung beim Klimaschutz leere Versprechen."
Michael Schäfer, Geschäftsführer German Zero: "Der Klima- und Transformationsfonds wird zweckentfremdet und finanziert in diesem Jahr die Gasspeicherumlage. Im Bundeshaushalt 2026 plant die Bundesregierung sogar mit neuen fossilen Subventionen. Das ist ein klarer Widerspruch zum Klimaziel der Bundesregierung. In den Haushaltsberatungen 2026 braucht es jetzt eine Kurskorrektur: Investitionsmittel müssen konsequent klimaneutral ausgerichtet werden, damit wir das Klimaziel bis 2045 schaffen. Dazu gehört auch die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Stromsteuersenkung für alle, um Elektrifizierung zu fördern und Haushalte spürbar zu entlasten."
Elke Ronneberger, Bundesvorständin Sozialpolitik Diakonie Deutschland: "Klimafreundliche Sanierungen von Gebäuden der Freien Wohlfahrtspflege schützen die Bewohnerinnen und Bewohner bei Hitzewellen und helfen, Energiekosten zu senken. Diese Investitionen können die gemeinnützigen Träger aber nicht allein stemmen, sie brauchen die Unterstützung der Politik. Sie müssen konsequent in die Förderprogramme der Sondervermögen einbezogen werden, damit die soziale Daseinsvorsorge vor Ort eine echte Zukunft hat. Bisher ist das nicht in ausreichendem Maße der Fall, weshalb wir hier dringend Nachbesserungen von der Bundesregierung erwarten."