09.08.2021

IPCC-Bericht - Entschiedene Politik kann das Unbewältigbare noch verhindern

Nach zweiwöchigen Beratungen hat der IPCC heute den ersten Teil des 6. Sachstandsberichts veröffentlicht, in dem es um die physikalischen Ursachen und das Ausmaß des menschengemachten Klimawandels geht. Nach der Veröffentlichung des 5. Sachstandsberichts im Jahr 2013 ist dies die aktuellste und vollständigste Publikation zum Stand der Klimaforschung.

Dazu erklärt Malte Hentschke-Kemper, stellvertretender Geschäftsführer der Klima-Allianz Deutschland:

„Die Ergebnisse der Working Group I. zum 6. Sachstandsbericht führen uns schonungslos vor Augen, dass sich die Klimakrise immer schneller verschärft. Extremwetterereignisse werden immer häufiger und gefährlicher, wie wir in den letzten Wochen mit Starkregen und Hochwasser in Deutschland sowie mit den Waldbränden und extremer Hitze im Mittelmeerraum erleben mussten. Die Klimakrise ist bereits da und fordert dringend entschiedenes politisches Handeln.
 
Um den globalen Temperaturanstieg zu bremsen, müssen in allen Sektoren massiv die Emissionen sinken. Jedes Zehntelgrad verhinderte Erderhitzung zählt. Um dies zu erreichen, brauchen wir mehr Kompetenz beim Klimaschutz. Die Bundesregierung hat in den letzten vier Jahren versäumt, Klimaschutz die notwendige Priorität zu geben. Selbst angesichts der dramatischen Folgen der Flutkatastrophe in seinem eigenen Bundesland zeigt Kanzlerkandidat Armin Laschet keine Entschiedenheit beim Klimaschutz und präsentiert bislang keine wirksamen Lösungen. Die technischen und ökonomischen Möglichkeiten für wirksame Maßnahmen sind vorhanden, es fehlt der politische Wille, sie umzusetzen. Jetzt braucht es im Bundestagswahlkampf einen sachlichen Wettstreit um das beste Gesamtkonzept. Die neue Bundesregierung wird beim Klimaschutz mit hohem Tempo arbeiten müssen.“

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Julia Dittmann

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
julia.dittmann@klima-allianz.de
Telefon: 030/780 899 514