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16.01.2020

Kohleausstieg: Kein stetiger Pfad, sondern Irrweg

Zur Bekanntgabe der Einigung zur Stilllegung von Braunkohlekraftwerken erklärt Stefanie Langkamp, Expertin für Kohlepolitik der Klima-Allianz Deutschland:

“Für den Klimaschutz ist der heute bekannt gewordene Abschaltpfad für die klimaschädliche Braunkohle eine Katastrophe. Statt Braunkohlekraftwerke stetig vom Netz zu nehmen, fährt die Bundesregierung den Kohlekompromiss vor die Wand. In vielen Jahren werden Kraftwerke erst zum spätest möglichen Zeitpunkt vom Netz genommen. Fast die Hälfte der Kraftwerkskapazitäten sollen erst 2035 oder später stillgelegt werden. Nach 2022 und Anfang der 30er-Jahre passiert erst mal lange nichts, viele der dreckigsten Kraftwerke gehen besonders spät vom Netz. Das ist kein stetiger Abschaltpfad, sondern ein Irrweg. Viel zu lange verursachen die Braunkohlekraftwerke weiteren Klimaschaden.

Katastrophal ist der Kohleausstieg auch mit Blick auf die Tagebaubetroffenen. Zwar erkennt die Bundesregierung endlich an, dass der Hambacher Wald erhalten werden soll, trotzdem will sie weiter Dörfer für den Kohleausstieg zerstören. Ein solcher Kohleausstieg wird die Situation nicht befrieden die Bundesregierung kann sich auf weitere Proteste einstellen.”

 

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Julia Dittmann

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
julia.dittmann@klima-allianz.de
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