Jana Leutner, wissenschaftliche Referentin für kommunale Finanzen beim Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und Hauptautorin der Studie, betont: "Erstmals wurden die Finanzbedarfe aus einzelnen Kommunen für Wärme, Gebäudesanierung und Mobilität ausgewertet und bundesweit hochgerechnet. Dabei sind die benötigten Mittel vor Ort oft höher als in bisherigen Modellstudien angenommen. Die Studie zeigt aber nicht nur, wie viel investiert werden muss. Sie legt auch offen, dass Deutschland bislang keine Daten zu Finanzbedarfen für kommunale Klimainvestitionen hat. Wer die Bedarfe nicht kennt, kann sie auch nicht verlässlich finanzieren."
"Die Kommunen sind finanziell am Limit. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist ein guter Start. Es muss zielgerichtet eingesetzt werden. Die 8,3 Milliarden Euro pro Jahr aus dem Sondervermögen für die Länder decken jedoch nicht einmal ein Drittel des Bedarfs. Umso wichtiger ist, dass sie klug investiert werden. Jetzt gilt es, das Geld zügig vor Ort ankommen zu lassen. Dafür braucht es dauerhaft verlässliche Finanzzusagen für die Kommunen. Bund und Länder müssen mit einer Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz jetzt das richtige Signal für die Kommunen senden”, fordert Michael Schäfer, Geschäftsführung GermanZero.
Stefanie Langkamp, Geschäftsleiterin Politik der Klima-Allianz Deutschland, betont: "Die Modernisierung unseres Landes wird in den Kommunen umgesetzt. Dort werden Wärmenetze gebaut, Schulen saniert und Busse elektrifiziert. Dafür braucht es aber auch die entsprechende Finanzierung. Fehlt diese, gefährdet das nicht nur die Klimaziele, sondern die Handlungsfähigkeit der Kommunen. Bund und Länder müssen bei ihrer Ministerpräsidentenkonferenz eine Antwort liefern, wie diese Investitionen verlässlich finanziert werden können."