Heute ist Ärzte ohne Grenzen eine weltweite Bewegung von rund 68.000 Mitarbeitenden in mehr als 75 Ländern. Die Arbeit wird weit überwiegend durch private Spenden finanziert. In Deutschland wurde Ärzte ohne Grenzen 1993 als gemeinnütziger Verein gegründet.
Weltweit sieht Ärzte ohne Grenzen tagtäglich, wie die Klimakrise Krankheiten verschärft und humanitäre Notlagen verstärkt: mehr Mangelernährung, Malaria, Dengue oder Cholera, aber auch Hitzeextreme, Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme, die Millionen Menschen gefährden. Zerstörte Straßen und Infrastruktur erschweren zudem den Zugang zu medizinischer Hilfe – oft gerade dort, wo Menschen ohnehin kaum Möglichkeiten haben, sich vor den Folgen der Klimakrise zu schützen oder anzupassen
Deshalb passt Ärzte ohne Grenzen humanitäre und Gesundheitsprojekte an die wachsenden Klimarisiken an, nutzt bessere Daten und Frühwarnsysteme und entwickelt neue Ansätze zur Eindämmung klimasensibler Krankheiten – damit die Organisation weiterhin schnell und gezielt medizinische Nothilfe leisten kann. Gleichzeitig arbeitet Ärzte ohne Grenzen daran, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Politisch warnt die Organisation vor den gesundheitlichen und humanitären Folgen der Klimakrise und fordert von Regierungen weltweit mehr Schutz und Unterstützung für besonders gefährdete Gemeinschaften.
„Die Klimakrise ist schon heute eine Gesundheitskrise und eine humanitäre Krise. In unseren Einsätzen sehen wir täglich, wie die Folgen der Klimakrise besonders jene Menschen treffen, die kaum Mittel und Wege haben, sich zu schützen. Deshalb braucht es heute ernsthaften Klimaschutz – für weniger Patient*innen morgen.“
Anschrift:
Ärzte ohne Grenzen e.V. / Médecins Sans Frontières
Schwedenstraße 9
D-13359 Berlin