07.01.2026
News von Mitgliedern

CO2-Bilanz für 2025: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Klimaschutzversagen der Bundesregierung im Verkehrs- und Gebäudesektor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert das Klimaschutzversagen der Bundesregierung und fordert deutliche Nachbesserungen für den Klimaschutz im Verkehrs- und Gebäudesektor. Die heute veröffentlichte Treibhausgas-Bilanz der Agora Energiewende belegt, dass Deutschland seine Klimaziele im Verkehrs- und Gebäudesektor im letzten Jahr erneut deutlich verfehlt hat.

Foto: manx_in_the_world von Getty Images Signature via Canva Pro.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Zahlen der Agora Energiewende sind ein weiterer Beleg für das vollständige politische Versagen im Verkehrssektor. Seit Jahren werden wirksame, sofort umsetzbare Maßnahmen wie ein Tempolimit oder der Abbau klimaschädlicher Subventionen blockiert und verschleppt. Dieses Nichtstun offenbart die Ignoranz und politische Verantwortungslosigkeit der Bundesregierung gegenüber zukünftigen Generationen, die ein Recht auf ausreichenden Klimaschutz haben und ist ein klarer Verstoß gegen das Klimaschutzgesetz, da die Bundesregierung sehenden Auges das Verfehlen ihrer eigenen gesetzlichen Verpflichtungen in Kauf nimmt. Mit unserer Klimaklage am Bundesverwaltungsgericht werden wir klare Vorgaben für ein Klimaschutzprogramm erwirken, das konkrete und überprüfbare Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele enthalten muss.“

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Die Bundesregierung lässt die Klimakrise weiterlaufen, während Menschen mit geringem Einkommen die Folgen ihrer Passivität ausbaden. Anstatt endlich klare und gerechte Lösungen für klimafreundliche Heizungen und Sanierungen umzusetzen, wird weiter über das sogenannte Heizungsgesetz gestritten. Frau Reiche will es gleich ganz abschaffen. Die Konsequenz: Millionen Mieterinnen und Mieter sitzen in schlecht gedämmten Wohnungen und müssen im Winter mit teuren Heizungen gegen die Kälte ankämpfen. In den Hitzemonaten wiederum leiden die Menschen, weil ineffiziente Dämmung die Kühlung erschwert. Diese politische Lethargie führt zu einer immer größeren Kluft: Wer ohnehin wenig hat, wird von den Klimakosten besonders hart getroffen. Soziale Ungleichheit bedeutet hier nicht nur Armut – sie bedeutet, dass die ärmsten Schichten durch die Untätigkeit der Politik die größten Lasten tragen müssen, während Besserverdienende von Klimaschutzmaßnahmen profitieren können. Klimaschutz im Gebäudebereich muss endlich konsequent, sozial gerecht und verlässlich umgesetzt werden.“
 

Zurück

Constantin Zerger

Leiter des Bereichs Energie und Klimaschutz

Deutsche Umwelthilfe e.V.

info@duh.de

Telefon: 030/2400 8679 1