Das Terminal sei zur Verteilung des LNG auf dieselben, bereits voll ausgelasteten Fernleitungen angewiesen, wie das bestehende LNG-Terminal in Brunsbüttel. Es ist deshalb fraglich, ob durch das Terminalschiff in Stade in diesem Winter überhaupt zusätzlich Gas eingespeist werden kann. Die DUH fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau fossiler LNG-Infrastruktur umgehend zu stoppen.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Mit der ‚Energos Force‘ geht drei Jahre nach der fossilen Ausbau-Offensive im Zuge des Ukraine-Kriegs ein weiteres Stück der milliardenschweren LNG-Infrastruktur in Betrieb. Das Märchen von der Versorgungssicherheit, mit dem uns damals die zahlreichen LNG-Terminals verkauft wurden, muss alleine wegen der viel zu späten Realisierung platzen. Es ist zweifelhaft, ob das Projekt überhaupt einen Beitrag zur Energieversorgung leisten kann. Die Bundesregierung darf Versorgungssicherheit nicht mit möglichst viel fossiler Infrastruktur verwechseln. Versorgungssicherheit entsteht durch einen sinkenden Gasverbrauch, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Speicher und ein diversifiziertes Energiesystem und nicht durch immer mehr LNG-Lieferungen und -Kapazitäten. Die Ankunft der ‚Energos Force‘ ist kein Grund zum Feiern, sondern eine gefährliche Wette auf unsere Zukunft.“
15.09.2026
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