„Das große Echo auf unsere Petition zeigt: Die Menschen sind nicht einverstanden mit dem Abbau von Naturschutz. Die Stabilität unserer europäischen Wirtschaft und unserer Gesellschaften hängt massiv mit ab von gesunden Wäldern, Meeren, Böden oder Flüssen“, sagt Ska Keller, zuständig für Europa-Politik beim WWF Deutschland. Für Ska Keller ist die große Petitions-Beteiligung aus Deutschland ein Zeichen dafür, dass auch nationale politische Angriffe auf Natur- und Umweltschutz, wie das geplante Infrastruktur-Zukunftsgesetz und die Reform des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes, auf immer mehr Widerstand stoßen.
Mit dem Umwelt-Omnibus wolle die EU-Kommission aktuell unter anderem Verwässerungen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren durchsetzen. Zusätzlich rüttele sie an der Wasserrahmenrichtlinie, der Vogelschutzrichtlinie und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH). Dazu hätte sie jeweils sogenannte „Revisionen“ der Richtlinien gestartet – was im aktuellen politischen Klima auf geplante Abschwächungen schließen lasse.
Die EU-Kommission komme in ihrem 2025 Environmental Implementation Review zum Schluss, dass Naturschutz uns Ökosystemleistungen im Wert von 234 Milliarden Euro sichere. Wirtschaft, Landwirtschaft und unsere Ernährungssicherheit hingen von einer intakten Natur ab. „Es ist schizophrene Politik, dass die EU-Kommission an der Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie bohrt. Deutschland darf diese Pläne nicht unterstützen oder gar vorantreiben, sondern muss sich im Stresstest für den Erhalt starker Naturschutzregeln einsetzen“, sagt Ska Keller.
Die Kampagne #HandsOffNature wird koordiniert von WWF, BirdLife, Client Earth und dem European Environmental Bureau (EEB). Mehr unter: https://mitmachen.wwf.de/hands-off.