08.11.2025
News von Mitgliedern

Mitglieder fordern klare Umsetzungsschritte zu Beginn der Weltklimakonferenz COP30

Zum Auftakt der UN-Klimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém mahnen einige Mitglieder: Es braucht konkrete Fortschritte bei der Klimafinanzierung und dem Ausstieg aus fossilen Energien an. Kurz vor der Konferenz veröffentlichten Brasilien und Aserbaidschan die Baku-to-Belém-Roadmap, die den Weg zur Umsetzung des neuen internationalen Klimafinanzierungsziels aufzeigt.

Rob Moore, Stellvertretender Direktor, Öffentliche Banken bei E3G, sagt: „Die Roadmap legt die Herausforderungen fest und zeigt klar auf, was erforderlich ist, um einen sicheren und nachhaltigen Planeten zu schaffen. Damit er die Wirkung entfalten kann, die ihm zugedacht ist, müssen nun die Regierungen der reichen Länder und die internationalen Finanzinstitutionen reagieren und Verantwortung für die Umsetzung übernehmen. Wir müssen die COP30 mit einem Plan verlassen, der diese Worte in die Realität umsetzt.

Germanwatch sieht die Klimakonferenz zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen als Härtetest für funktionierende internationale Klima-Zusammenarbeit in geopolitisch schwieriger Zeit.“ Die Staatengemeinschaft muss nun, wo endlich alle Regeln des Pariser Klimaabkommens verabschiedet sind, vom Verhandeln ins Handeln kommen. Wird sie ernsthaft beginnen, die globale Lücke zu schließen zwischen dem, was nötig ist und dem, was bisher politisch möglich erscheint? Es geht darum, ab jetzt jährlich die noch unzureichenden Klimaziele nachzubessern, einen Plan für den beschleunigten Ausstieg aus den fossilen Energien zu beschließen und einen politischen Durchbruch beim globalen Ziel für die Anpassung an den Klimawandel zu erreichen”, sagt Laura Schäfer, Leiterin des Bereichs Internationale Klimapolitik bei Germanwatch.

„Die Roadmap überzeugt: scharfe Analyse, weitreichende Empfehlungen – von der gezielten Finanzierung von Naturschutz über intelligente Mischfinanzierung von privaten und öffentlichen Mitteln bis zur Unterstützung Indigener, Frauen und der Ärmsten. Das Gesamtbild macht Mut. Doch konkrete Umsetzungsschritte fehlen weitgehend. Jetzt müssen die Regierungen liefern. Deshalb sollte die Roadmap zum NCQG in einen Aktionsplan überführt werden, der verbindliche Zwischenschritte definiert. Allein auf Freiwilligkeit zu setzen, ist angesichts der Höhe der benötigten Mittel nicht ausreichend: Freiwillig ist gut, verbindlich ist besser“, sagt Marianne Lotz, Klimaexpertin beim WWF Deutschland. „Die Weltklimakonferenz in Brasilien bietet inmitten globaler Krisen eine Plattform für Zusammenarbeit und Zukunftssicherung. Diese Plattform gilt es, bestmöglich zu nutzen. Insbesondere von Deutschland und der EU erwarten wir, Verantwortung zu übernehmen. Das am Mittwoch beschlossene EU-Klimaziel für 2040 und EU NDC für 2035 wird dieser Anforderung leider nicht gerecht“, so Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland. „Die COP30 ist der erste Auftritt der neuen Bundesregierung in der internationalen Klimadiplomatie. Es ist eine Chance, Deutschland als Klimaschutz- und Technologieland zu positionieren und die Weichen zu stellen für eine Zukunft, in der Deutschland vorangeht, Allianzen bildet und möglichst viele Partner vereint.“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert an diesem symbolträchtigen Ort ambitionierten Klimaschutz. Ohne konsequentes Handeln steuere die Welt auf eine Erwärmung von 3 Grad und mehr zu, mit fatalen Folgen für Mensch und Natur. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „10 Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen steht die Welt am Scheideweg. Die Lösungen für echten Klimaschutz liegen auf dem Tisch. Wir erwarten von den Regierungschefs dieser Welt, endlich ambitionierten Klimaschutz für uns Menschen.“

 

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