Wasserstoff ist ein wichtiger Teil der Energiewende, aber ein besonders kostbarer. Und auch wenn Deutschland viel in Energieeffizienz und -suffizienz investiert, werden wir sehr wahrscheinlich nicht ohne Importe auskommen. In vielen Ländern gibt es außerdem sehr viel bessere Bedingungen für Solar- oder Windenergie und mehr Flächen, um neue Erzeugungskapazitäten auszubauen.
Schon oft wurden im Globalen Norden Strategien entworfen, ohne die Interessen der Menschen in den betroffenen Ländern einzubeziehen. Misereor hat daher Partnerorganisationen in Kenia, Südafrika und Namibia nach ihrer Sicht auf die Chancen und Risiken von Wasserstoffproduktion in ihren Ländern gefragt. In diesen drei Ländern gibt es bereits unterschiedliche Kooperationen mit Deutschland zum Ausbau der Wasserstoffproduktion. Risiken bestehen beispielsweise, wenn Flächen für Wind- oder Solarparks verplant werden, die von Nomad*innen genutzt werden und somit ihre Weidemöglichkeiten einschränken. Ein Risiko besteht auch, wenn die Umweltfolgen z.B. durch die Wasserentnahme nicht sorgfältig geprüft und abgewogen werden. Einhellig fordern alle befragten Partner von ihren Regierungen, besser informiert und einbezogen zu werden. Dabei können deutsche Unternehmen und Regierungsstellen aus Deutschland helfen. Besonders wichtig sei es, dass in Deutschland diese kostbare Ressource nur in den Bereichen eingesetzt wird, für die es keine strombasierten Alternativen gibt.
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misereor-policy-brief-gruener-wasserstoff.pdf