Aktuell werden mit EEG und Netzanschlusspaket die zentralen energiepolitischen Maßnahmen für die kommenden Jahre im Bundestag verhandelt. Die dazu vorliegenden Entwürfe werden dem Anspruch, die Energieversorgung des Landes kostengünstig, versorgungssicher und klimaneutral zu gestalten, jedoch nicht gerecht. Stattdessen bringen sie Unsicherheit in eine boomende Branche, die für Investitionsvolumen in Milliardenhöhe, regionale Wertschöpfung und mehr als 436.000 Jobs steht.
Das Bündnis Erneuerbare Energien fordert:
- eine Ausbauoffensive für Verteilnetze, Stromspeicher und die Digitalisierung des Energiesystems. Wer teures fossiles Gas durch Erneuerbare ersetzt, senkt die Strompreise für alle.
- europäische Unabhängigkeit durch eine eigene Herstellerindustrie – und ihren Schutz vor unfairem Wettbewerb.
- eine niedrigere Stromsteuer für alle, damit E-Autos, Bahnfahren und Wärmepumpen attraktiver werden und die Strompreise für alle sinken.
Dr. Christine Falken-Großer, Hauptgeschäftsführerin BEE: „Heute wird sehr deutlich, dass diese Themen nicht nur eine einzige Branche oder nur wenige Unternehmen betreffen. Was im Moment in Berlin in der Energiepolitik verhandelt wird, betrifft viele Menschen ganz konkret: Ihren Arbeitsplatz, ihre Stromrechnung, ihre Zukunftsperspektiven.“
Viviane Raddatz, Geschäftsführerin Netzwerk & Gesellschaft Klima-Allianz: „Erneuerbare machen uns unabhängiger von teuren fossilen Importen, halten Energie bezahlbar und sind die Grundlage für wirksamen Klimaschutz. Die vielen Menschen heute bei der Demonstration haben gezeigt, dass die Energiewende ein Anliegen aus der Mitte der Gesellschaft und vieler Unternehmen im Land ist – deshalb ist der Bundestag aufgefordert, die Entwürfe jetzt entsprechend nachzubessern für den Ausbau der Erneuerbaren Energien.“