24.04.2026
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Santa Marta: Internationale Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien

Auf einer „Konferenz der Willigen“ in Santa Marta beraten sich 50 Länder, darunter auch Deutschland, zum Ausstieg aus den fossilen Energien. Auf der letzten UN-Klimakonferenz COP30 konnte zuletzt unter den Staaten kein Konsens gefunden werden. Einige Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland äußern ihre Erwartungen.

 

Beth Walker, Senior Policy Advisor für die Energiewende bei E3G:„Ein zentrales Thema, das in Santa Marta im Blick behalten werden muss, ist die Frage, welche Unterstützung Ländern gewährt wird, die von Einnahmen aus fossilen Brennstoffen abhängig sind und diesen Wandel nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Für diese Länder birgt der Wandel existenzielle Risiken für ihre Wirtschaft und Stabilität. Eine koordinierte Finanzierung und internationale Unterstützung sind daher unerlässlich, um zu verhindern, dass innerstaatliche Krisen über die Grenzen hinausgreifen und den Wandel untergraben.“

Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) rufen die Bundesregierung auf, die erste Konferenz in Santa Marta aktiv zu unterstützen und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen auch innenpolitisch konsequent voranzutreiben. Die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas wird von wissenschaftlichen Expert*innen sowie Akteuren aus dem Gesundheitswesen als wachsende Gefahr für die öffentliche Gesundheit bewertet. „Wir sprechen nicht über eine abstrakte Zukunftsgefahr, sondern über gegenwärtige, messbare Schäden an der Gesundheit der Menschen in Deutschland und Europa", so Prof. Dr. Christian Schulz, Geschäftsführer von KLUG. „Jede Verzögerung der Energiewende kostet uns Geld und Gesundheit."

„Die Konferenz muss dazu beitragen, den fossilen Plänen der Bundesregierung den Riegel vorzuschieben. Während die Nutzung von Kohle, Öl und Gas uns immer teurer zu stehen kommt, planen Bundeskanzler Merz und CDU-Wirtschaftsministerin Reiche, fossile Strukturen für Jahrzehnte zu zementieren, auszubauen und weiter zu subventionieren. Das ist nicht nur verantwortungslos gegenüber den Menschen hierzulande und anderenorts, sondern auch ein Bruch früherer Zusagen“, sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland.

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Victoria Lisek

Studentische Hilfskraft Klimakommunikation
Klima-Allianz Deutschland e.V.
030/780 899 517
victoria.lisek@klima-allianz.de