05.02.2026
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Umweltverbände starten Petition gegen Abbau europäischer Schutzstandards

Die EU-Kommission und auch europäische Regierungen planen unter dem Leitsatz des Bürokratieabbaus und der Deregulierung die Abschwächung von europäischen Umwelt- und Naturschutzgesetzen. Einige Umweltorganisationen haben deshalb unter dem Motto „Hands-Off Nature“ verschiedene Aktionen gestartet.

Die Verhandlungen dazu finden weitestgehend ohne Einbindung der Öffentlichkeit statt. Das europaweite Bündnis #HandsOffNature will das ändern. Ab dem 2. Februar startet eine europaweite Petition, mit der auf die aktuellen Attacken auf den europäischen Umwelt- und Naturschutz aufmerksam gemacht wird. Die Kampagne wird koordiniert von WWF, BirdLife, Client Earth und dem European Environmental Bureau (EEB). 

„Unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus wird Europas jahrzehntelang bewährte Umweltschutzgesetzgebung gezielt geschreddert. Dabei profitieren wir alle von guter Luft, intakter Natur und sauberem Trinkwasser. Mit #HandsOffNature wollen wir europaweit Menschen informieren und gegen den drohenden Kahlschlag mobilisieren“, sagt Ska Keller, zuständig für Europa-Politik beim WWF Deutschland

„Die Stabilität unserer europäischen Wirtschaft und unserer Gesellschaften hängt massiv ab von gesunden Wäldern, Meeren, Böden oder Flüssen. Dank der europäischen Umweltgesetzgebung sind in den letzten Jahrzehnten viele Fortschritte erreicht worden und unsere Umwelt ist sauberer geworden. Das Erreichte sollte die EU-Kommission nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, sagt Keller. 

Auch der BUND ruft die Menschen auf, die europaweite Petition „Hände weg vom Naturschutz“ zu unterschreiben und damit an Bundeskanzler Friedrich Merz ein klares Signal zu senden, unser Wasser zu schützen. Denn am 12. Februar treffen sich europäische Regierungen zum EU-Sondergipfel für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Der BUND befürchtet, dass auf dem Gipfel Weichen gestellt werden, die wichtige Naturschutzgesetze, wie die Wasserrahmenrichtlinie oder das Natura 2000-Netzwerk, aushöhlen und unsere Lebensgrundlage Wasser bedrohen. Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Es geht darum, zu verhindern, dass auf europäischer Ebene unsere Lebensgrundlage Wasser für Profitinteressen Einzelner aufs Spiel gesetzt wird und notwendige Schutzgesetze ausgehöhlt werden.“  

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