Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert den Haushaltsausschuss des Bundestags auf, die bereits beschlossenen Zuschüsse in Höhe von 105 Millionen Euro in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch freizugeben und noch vor Jahresende auszuzahlen. Nur so würden Bahnunternehmen die Preise im Fernverkehr stabil halten und alle Strecken weiter bedienen können – Verlässlichkeit sei jetzt entscheidend.
Matthias Kurzeck, VCD-Bundesvorsitzender: „Der Haushaltsausschuss setzt den Rotstift bei der umweltfreundlichen Bahn an, um einen vergleichsweise geringen Betrag einzusparen, während vom Bund gleichzeitig drei Milliarden für neue Fernstraßen zur Verfügung gestellt werden. Die kürzlich vorgelegte Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene des Bundesverkehrsministeriums wird mit dieser Hauruckaktion direkt wieder ad absurdum geführt.“
Dr. Christiane Rohleder, neu hinzugewählte Bundesvorsitzende des VCD: „Eine Verschiebung der Förderung ins nächste Jahr käme einer Kürzung für 2025 gleich. Bei der Bahn zu sparen und gleichzeitig Milliarden in neue Autobahnen zu investieren, ist fatal für den Klimaschutz. Die Bundesregierung darf das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Politik sollte verlässlich sein. Wer zugesagte Mittel kurzfristig infrage stellt, verspielt Vertrauen und bringt die Bahnunternehmen in eine schwierige Lage.“