Besonders intransparent tritt aus Sicht der DUH der Wirtschaftsverband Fuels und Energie auf. Er vertritt die Interessen von Ölriesen wie AVIA, bp und Esso, vermittele Verbraucherinnen und Verbrauchern aber den Eindruck ein unabhängiger Verein zu sein. Auf seiner Website behaupte er, dass Öl-Heizungen die „höchste Energieeffizienz“ hätten und „zukunftsfähig“ seien.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „‚Klimaneutral‘ tanken oder mit ‚ProKlima‘-Öl heizen klingt zwar gut, ist aber nichts anderes als eine gezielte Täuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die beworbenen Produkte erreichen keine echten Umweltvorteile – daran ändern auch irreführende Werbeaussagen nichts. Auf Menschen, die sich erneut eine Gas- oder Ölheizung oder ein neues Verbrenner-Auto zulegen, kommen in Zukunft unkalkulierbare Kosten zu – darüber dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mit irreführender Werbung hinweggetäuscht werden. Statt weiter auf fossile Sackgassen und Scheinlösungen wie HVO100 zu setzen, müssen Ölkonzerne und die Politik endlich konsequent auf erneuerbare Energien und Elektrifizierung umstellen. Das ist nicht nur klimafreundlicher, sondern langfristig auch die günstigste Lösung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Dann können Unternehmen auch ehrlich mit Umweltvorteilen werben.“
Ab September 2026 treten EU-weit strengere Vorgaben für Umweltaussagen in Kraft. Umwelt- und Nachhaltigkeitswerbung ist dann nur noch zulässig, wenn sie konkret belegt werden kann. Die DUH kündigt verstärkte Kontrollen von Werbeaussagen zur zügigen Umsetzung der neuen Vorgaben an.