11.2021

Analyse: Ampel muss Solarstrom-Regeln dringend überarbeiten

Eine neue Analyse der Photovoltaikforum Service GmbH in Zusammenarbeit mit der Kanzlei von Bredow Valentin Herz zeigt, dass die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen sich kontinuierlich verschlechtert und überbordende Bürokratie den Bau von Millionen von Solarstrom-Anlagen auf deutschen Dächern verhindert. Die Auftraggeberin Klima-Allianz Deutschland fordert die Ampel-Parteien deswegen dringend auf, die bestehenden Hürden schnell aus dem Weg zu räumen und die nötigen Weichen im Koalitionsvertrag zu stellen.

Bis 2045 soll Deutschland nach den Zielen der letzten Bundesregierung klimaneutral werden. Zur Erreichung der Vorgaben des Pariser Klimaabkommens müsste dieses Ziel sogar noch früher erreicht werden. Photovoltaik-Anlagen sind eine der zentralen Lösungen für die Erreichung der Klimaziele – in Deutschland und weltweit. Dafür ist jedoch ein schnellerer Ausbau dieser Technologie unabdingbar.

Etwa 55 Gigawatt beträgt die bisher installierte Leistung der Photovoltaik in Deutschland. Bis zum Jahr 2030 muss sie auf rund 200 Gigawatt ansteigen, um danach in wenigen Jahren 300 bis 450 Gigawatt zu erreichen. Die gute Nachricht: Das Potenzial für den weiteren Ausbau ist enorm, insbesondere auch auf deutschen Dächern – allein bis 2030 könnten 140 Gigawatt in Form von PV-Kleinanlagen zugebaut werden.

Die schlechte Nachricht: Das benötigte Tempo beim Ausbau der Photovoltaik auf bzw. an Gebäuden wird gegenwärtig aufgrund zahlreicher Hemmnisse nicht erreicht. Im Kern identifiziert die Analyse zwei Faktoren, die einem beschleunigten Ausbau von Photovoltaikanlagen an oder auf Gebäuden entgegenstehen. Zum einen ist das die erforderliche Wirtschaftlichkeit aus Sicht der Investor*innen und zum anderen der Grad der bürokratischen Anforderungen, die an die Errichtung und den Betrieb von PV-Anlagen geknüpft werden.

Auf Grundlage der identifizierten Hemmnisse werden Handlungsempfehlungen benannt, mit denen der notwendige schnelle Ausbau der Photovoltaik an bzw. auf Gebäuden erreicht werden kann.

 

Die Analyse können Sie hier herunterladen:

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Jörn Schaube

Referent Energiepolitik
030/780 899 521
joern.schaube@klima-allianz.de