Die Analyse wertet die tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen von rund 128.000 Fahrerinnen und Fahrern aus. Das Ergebnis: überlange und geteilte Schichten, unbezahlte Pausen sowie stark wechselnde Arbeitszeiten führen zu hoher Fluktuation, steigenden Krankenständen und fehlenden Bewerberinnen und Bewerbern. Allein die im Dienstplan festgelegten unbezahlten Pausen summieren sich jährlich auf rund 100 Stunden.
Die Studie zeigt zugleich, wie ein nachhaltiger und verlässlicher ÖPNV erreicht werden kann. Dazu gehören verlässlichere Dienstpläne, eine Begrenzung unbezahlter Pausen, ausreichend lange Ruhezeiten, Schichtbeginn und Schichtende am selben Ort, bessere Wochenendregelungen und ausreichend Personal, um realistische Schichtmodelle zu ermöglichen.
Darüber hinaus berechnet die Studie, welche Mittel für diese Verbesserungen notwendig wären. Mit rund sieben Prozent zusätzlichen Mitteln könnten Arbeitsbedingungen, Personaldecke und Zuverlässigkeit deutlich verbessert werden. Zudem ließen sich durch niedrigere Krankenstände Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr vermeiden.
Ein verlässlicher ÖPNV braucht gute Arbeitsbedingungen. Ohne faire Dienste, Planbarkeit und eine nachhaltige Finanzierung drohen weitere Ausfälle und Qualitätsverluste – und damit erhebliche Risiken für Verkehrswende und Klimaschutzziele.